Wenn das Wasser braun kommt oder der Abfluss gluckert
Morgens läuft aus dem Hahn erst einmal braunes Wasser, der Abfluss der Wanne gluckert, und hinter der Fliese am WC zeichnet sich ein feuchter Fleck ab. Solche Zeichen deuten auf Leitungen, die ihre Zeit hinter sich haben. Neue Fliesen würden das nur verdecken. Eine neue Sanitärinstallation setzt dort an, wo das Bad wirklich arbeitet: bei Wasser und Abwasser.
Sanitärinstallation ist unser eingetragenes Handwerk. Unsere Installateure verlegen die Leitungen, setzen Vorwände und montieren die Objekte am Ende der Baustelle. Alles, was danach folgt, von Estrich und Abdichtung bis zu den Fliesen, bekommen Sie aus einer Hand dazu. Ein Vertrag, ein Terminplan und ein Ansprechpartner halten die Baustelle zusammen.
Die neue Installation ist fast immer Teil einer größeren Arbeit. Manchmal ist es das ganze Bad, manchmal nur das WC mit neuem Vorwandelement oder der Waschtisch an einer anderen Wand. In beiden Fällen gilt: Was hinter der Fliese verschwindet, muss für Jahrzehnte halten.
Vom Hausanschluss bis zur Armatur
Wasser kommt am Strang in die Wohnung, geht durch die Absperrung und den Wasserzähler und verteilt sich dann auf Waschtisch, WC, Dusche oder Wanne. Auf diesem Weg ersetzen wir bei einem Komplettbad jedes Stück Rohr. Wir verlegen die Kalt- und Warmwasserleitungen neu, gedämmt, damit das Warmwasser warm bleibt und das Kaltwasser nicht schwitzt.
Welches Rohr in die Wand kommt
Im Bestand finden wir alles, was die letzten hundert Jahre verbaut wurden: verzinkten Stahl, Kupfer und in sehr alten Häusern auch Blei. Für neue Leitungen verwenden wir heute meist Mehrschichtverbundrohr oder Edelstahl. Beide Werkstoffe lassen sich sauber verpressen und vertragen hartes Wasser. Welches Material es wird, hängt davon ab, woran wir am Strang anschließen.
Das Abwasser und sein Gefälle
Abwasser fließt nur mit Gefälle. Die Leitungen brauchen in der Regel 1 bis 2 cm je Meter bis zum Fallrohr. Auf drei Meter Strecke kommen so bis zu 6 cm Höhe zusammen, die im Boden oder in der Vorwand Platz finden müssen. Deshalb messen wir beim Aufmaß zuerst die Entfernung zum Fallrohr.
In älteren Häusern ist das Fallrohr oft aus Gusseisen. Solange es dicht ist und der Querschnitt stimmt, schließen wir mit passenden Übergangsstücken daran an. Wird das Rohr innen rau oder zeigt es Risse, sprechen wir mit Ihnen und im Mehrfamilienhaus mit der Hausverwaltung über den Austausch.
Die Vorwand als Installationsebene
Die Vorwand ist ein Gestell aus Stahl, das vor der eigentlichen Wand steht. Sie trägt das wandhängende WC und nimmt Spülkasten, Wasserleitungen und Abfluss auf. Beplankt und gefliest wird sie zur geraden Fläche mit Ablage. So müssen wir die Bestandswand kaum schlitzen, und die Technik bleibt über eine Revisionsöffnung erreichbar.
Warmwasser, das schnell am Hahn ist
Wer morgens am Waschtisch eine halbe Minute auf warmes Wasser wartet, hat meist eine lange, ungedämmte Leitung vom Speicher oder Durchlauferhitzer. Bei der neuen Installation führen wir die Warmwasserleitung auf kurzem Weg und dämmen sie. In vielen Düsseldorfer Mietwohnungen hängt am Bad ein elektrischer Durchlauferhitzer oder eine Gastherme in der Küche. Deren Lage bestimmt, wie wir die Leitungen im Bad anordnen.
Wird der Durchlauferhitzer ersetzt oder versetzt, braucht er einen passenden Stromanschluss. Das übernimmt der Elektrofachbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten, im selben Terminplan. Für Sie bleibt es bei einem Vertrag mit uns.
Leise Rohre im Mehrfamilienhaus
Rauschendes Abwasser in der Wand stört vor allem nachts, bei Ihnen und beim Nachbarn. Wir verwenden deshalb schallgedämmte Abwasserrohre und setzen Rohrschellen mit Einlage. Wo Leitungen durch die Vorwand laufen, entkoppeln wir sie vom Gestell. Das kostet wenig und macht im hellhörigen Nachkriegshaus einen spürbaren Unterschied.
Leitungen in Düsseldorfer Häusern
In den Gründerzeithäusern von Pempelfort, Unterbilk oder Flingern-Nord treffen wir auf Reste von Blei oder verzinktem Stahl. Das Abwasser läuft dort oft weit zum Fallrohr im Treppenhausbereich. Die Holzbalkendecke erlaubt wenig Aufbauhöhe für lange Abwasserwege. Wir planen die Leitungsführung deshalb eng am Bestand und nutzen die Vorwand, wo der Boden keine Höhe hergibt.
Im Nachkriegshaus in Bilk, Oberbilk oder der Friedrichstadt liegen die Leitungen häufig auf Putz oder in einem Schlitz, der nachträglich zugeputzt wurde. Die Bäder sind schmal, und jeder Zentimeter Vorwand zählt. Hier setzen wir auf flache Vorwandelemente und führen die Leitungen so, dass die Dusche möglichst viel Platz behält.
In den Großsiedlungen der Sechziger- und Siebzigerjahre, etwa in Garath, Hassels oder Teilen von Unterrath, sind die Decken aus Beton. Die Bäder liegen oft innen und hängen an einem gemeinsamen Schacht. Dort ist die Vorwand der natürliche Weg, weil das Stemmen in Beton aufwendig ist. Die Absperrung am Strang stimmen wir mit der Verwaltung ab.
Im Einfamilienhaus in Hilden, Langenfeld oder Haan beginnt die Installation oft im Keller. Dort sitzt der Hausanschluss, und von dort laufen die Leitungen ins Bad im Obergeschoss. Wer ohnehin saniert, lässt häufig auch den Weg durch das Haus erneuern. Das planen wir gleich mit ein.
Was die Sanitärarbeiten kosten
Die Preise sind Erfahrungswerte für Düsseldorf und Umgebung, brutto, Stand September 2026. Die Einzelleistungen gelten für den Tausch an vorhandenen Anschlüssen.
| Leistung | Preis in der Regel | Bauzeit |
|---|---|---|
| WC tauschen, wandhängend, mit neuem Vorwandelement | 1.400–2.800 € | 1–2 Arbeitstage |
| Waschtisch mit Unterschrank tauschen | 900–2.500 € | 1 Arbeitstag |
| Neue Badewanne an gleicher Stelle | 1.800–3.800 € | 1–2 Arbeitstage |
| Badheizkörper tauschen (Warmwasser) | 700–1.600 € | 1 Arbeitstag |
| Wassergeführte Fußbodenheizung im Bad, Bestand | 2.000–4.500 € | im Zuge der Sanierung |
Werden alle Leitungen erneuert, rechnen wir das ganze Bad. Ein Komplettbad mit 6 m² Bodenfläche liegt in der Regel bei 15.600 bis 23.300 €, bei 8 m² bei 17.800 bis 26.900 €. Das gilt für solide Ausstattung und Häuser der Baujahre 1949 bis 1978. Mehr Werte finden Sie im Kostenrechner.
Wie die Installationstage ablaufen
Am ersten Tag schützen wir Treppenhaus und Flur, stellen das Wasser ab und bauen die alten Objekte aus. Danach kommt der Abbruch von Fliesen und Leitungen. Am zweiten oder dritten Tag verlegen unsere Installateure die neuen Leitungen und setzen die Vorwandelemente.
Bevor etwas zugemacht wird, prüfen wir die neuen Wasserleitungen auf Dichtheit. Erst dann folgen Estrich, Abdichtung nach DIN 18534 und die Fliesen. In dieser Phase legt der Elektrofachbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten, die Leitungen für Lüfter, Licht und Steckdosen.
Zum Schluss kehren unsere Installateure zurück und montieren WC, Waschtisch, Armaturen und Duschabtrennung. Sie schließen alles an, spülen die Leitungen und prüfen jede Verbindung. Beim gemeinsamen Rundgang mit Protokoll zeigen wir Ihnen, wo Absperrungen und Revisionsöffnungen sitzen.
Kleinigkeiten, die später teuer werden
Die Revisionsöffnung wirkt unscheinbar. Fehlt sie, muss für eine Spülkastenreparatur später die Fliese herunter. Wir setzen sie so, dass sie gut erreichbar und trotzdem unauffällig ist.
Leitungen ohne Dämmung verlieren Wärme und schwitzen im Sommer. Auf Dauer kann das Feuchte in der Wand bedeuten. Wir dämmen deshalb alle Leitungen, die hinter Fliesen verschwinden.
Beim Düsseldorfer Wasser mit rund 14 °dH, laut Stadtwerken im Bereich „hart", setzt sich Kalk an Ventilen und Strahlreglern ab. Wir wählen Armaturen, bei denen sich diese Teile ohne Werkzeug abnehmen lassen. Eckventile setzen wir so, dass Sie sie später noch mit der Hand drehen können.
Alte Kleber und Spachtelmassen können Asbest enthalten, wenn das Haus vor 1993 gebaut wurde. Nach § 5a GefStoffV müssen Sie uns vor Beginn das Baujahr und bekannte Hinweise nennen. So planen wir den Abbruch rund um die alten Leitungen richtig.
Was Vorschriften zur Installation sagen
Wasser- und Abwasseranlagen im Gebäude sind nach § 62 BauO NRW verfahrensfrei. Die Bauherrschaft braucht dafür eine Bescheinigung des Unternehmers, dass die Anlage den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht. Diese Bescheinigung gehört bei uns zur Übergabe.
Das Installateur-Handwerk steht als zulassungspflichtiges Handwerk in Anlage A Nr. 24 HwO. Unser Betrieb ist für dieses Handwerk in die Handwerksrolle eingetragen. Das ist die Grundlage, auf der unsere Installateure in Ihrem Bad arbeiten.
In der Eigentumswohnung zählen Steigleitungen und Leitungen bis zur Abzweigung in der Regel zum Gemeinschaftseigentum. Eingriffe daran brauchen einen Beschluss nach § 20 WEG. Leitungen ab der Absperrung der Wohnung sind meist Sondereigentum, doch die Teilungserklärung kann Abweichendes regeln.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Platzt am Sonntagabend ein Rohr, braucht es einen Installateur mit Notdienst und Bereitschaft. Wir bauen Bäder in geplanten Abschnitten und fahren keine Stundeneinsätze.
Ist bereits Wasser in Decke oder Estrich gelaufen, kommen Leckortung und Trocknung zuerst. Das läuft meist über die Versicherung und einen spezialisierten Betrieb. Die Sanierung danach übernehmen wir gern.
Sollen alle Steigleitungen eines Mehrfamilienhauses neu werden, beauftragt die Hausverwaltung eine Strangsanierung. Wir erneuern die Leitungen in Ihrer Wohnung und schließen an den Strang an.
Wo unsere Installateure unterwegs sind
Die meisten Leitungswechsel machen wir in den Altbauvierteln Pempelfort und Unterbilk. Häufig arbeiten wir auch in Derendorf und Flingern, wo Gründerzeit und Nachkriegsbau nebeneinander stehen. Im Süden bauen wir oft in Garath. Jenseits der Stadtgrenze fahren unsere Installateure regelmäßig nach Hilden und Langenfeld.
Wo Sie tiefer einsteigen können
- Komplettsanierung: das ganze Bad mit neuen Leitungen, Schritt für Schritt.
- Badsanierung im Altbau: Holzbalkendecke, Fallrohr und alte Rohre im Gründerzeithaus.
- Eigentumswohnung: was am Strang Gemeinschaftseigentum sein kann.
- Kalk im Bad: was 14 °dH für Armaturen, Glas und Fugen bedeuten.
- WC mit Vorwand: das wandhängende WC und sein Montageelement im Detail.
Leitungen prüfen lassen
Unter 0231 989 43890 erreichen Sie uns Mo–Fr 8–18 Uhr. Beim Aufmaß sehen wir uns Ihre Leitungen an und sagen Ihnen, was bleiben kann und was neu muss. Eine Nachricht über das Anfrageformular genügt ebenso, gern mit einem Foto vom Wasserzähler.
