Was ein neues Bad in Eller meistens bedeutet
Die Badezimmertür geht nach innen auf, dahinter liegen vier bis fünf Quadratmeter, und die Wanne sitzt quer an der Stirnseite zwischen zwei gemauerten Wangen. Die Fliesen stehen hochkant und reichen bis unter die Decke. So sieht in Eller ein großer Teil der Bäder aus, die wir öffnen: gebaut in den Fünfziger- bis Siebzigerjahren, seitdem zweimal neu verfugt und einmal neu tapeziert.
Wer hier saniert, will fast immer dasselbe: raus mit der Wanne, rein mit einer Dusche, die man ohne Klettern betritt. Oft kommt der Wunsch nach einem wandhängenden WC dazu, weil das alte Stand-WC mit Spülkasten auf Kopfhöhe den Raum noch enger macht. Wir bauen das als ein Vorhaben mit einem Vertrag und einem Ansprechpartner, vom Abbruch bis zur letzten Silikonfuge.
Drei Bäder, die wir in Eller immer wieder sehen
Das Nachkriegsbad an der Deutzer Straße
Mehrgeschossiges Haus, Treppenhaus ohne Aufzug, Bad zum Hof. Die Decke ist massiv, die Leitungen laufen im Schlitz oder auf Putz, und die Wanne ist eingemauert. Typisch für diese Baujahre sind hellblaue, beige oder grüne Fliesen im Format 15 × 15 cm und ein kleines Fenster, das im Winter selten offen steht.
Die Wohnung im alten Ortskern
Rund um den Gertrudisplatz und an der Gumbertstraße stehen Häuser aus der Zeit um 1900. Die Räume sind höher, die Decken oft aus Holzbalken, und das Bad wurde meist später in eine frühere Kammer gesetzt. Hier kommt es auf die Aufbauhöhe an, bevor über eine flache Dusche entschieden wird.
Das Einfamilienhaus im Gurkenland
Nördlich des Dillenburger Wegs liegt die Siedlung, die in Eller alle „Gurkenland" nennen. Das Bad sitzt im Obergeschoss, unten gibt es ein kleines WC. Die Eigentümer wollen meist beides in einem Zug erneuern, damit der Staub nur einmal durchs Haus zieht.
Warum Eller zwei Gesichter hat
Eller war bis 1909 eine eigene Gemeinde. Um 1900 bekam der Ort am Gertrudisplatz ein neues Zentrum mit der Kirche St. Gertrud, dem Rathaus und wenige Jahre später der evangelischen Schlosskirche. Dieses Bild einer kleinen Stadt ist gut erhalten, und der Ortskern wurde 1986 als Denkmalbereich unter Schutz gestellt.
Nach den Kriegsschäden wuchs Eller in eine andere Richtung. In den Fünfziger- bis Siebzigerjahren entstanden neue Wohngebiete in Eller-Süd und an der Deutzer Straße, meist als Geschosswohnungsbau mit gleich geschnittenen Bädern übereinander. Deshalb trifft man im selben Stadtteil auf zwei sehr verschiedene Baustellen: Holz und hohe Räume im Kern, Beton und enge Grundrisse am Rand.
Was im Boden, in der Wand und in der Luft steckt
Beton unter dem Bad am Stadtrand
In den Nachkriegsbauten liegt unter dem Estrich eine Massivdecke. Das ist für eine bodennahe Dusche die gute Nachricht, denn Beton trägt und bewegt sich kaum. Die Frage ist eher, wie dick der Estrich ist und ob darunter eine Dämmschicht liegt. Beides sehen wir beim Aufmaß an einer Stelle, an der ohnehin geöffnet wird, etwa unter der Wanne.
Holzbalken im Ortskern
Im Altbau am Gertrudisplatz ruht der Boden auf Balken. Dort braucht die Abdichtung einen steifen, vom Holz entkoppelten Aufbau, und jeder Zentimeter Höhe zählt. Ein Punktablauf in Standardbauform braucht mit Aufbau 120 bis 150 mm von der Rohdecke bis zur Oberkante Fliese. Reicht das nicht, bleibt eine flache Duschfläche mit 25 bis 35 mm Einstieg.
Rohre aus verzinktem Stahl
In den Bädern der Fünfziger- bis Siebzigerjahre liegen häufig verzinkte Stahlrohre. Sie setzen innen zu, der Wasserdruck an der Dusche sinkt, und an Gewinden zeigt sich Rost. Bei einem Komplettbad ersetzen unsere Installateure alles ab der Absperrung am Strang. Der Weg des Abwassers zum Fallrohr bestimmt dabei, wo die neue Dusche sitzen kann: je Meter fällt das Rohr um 1 bis 2 cm.
Lüftung und Kalk
Viele Bäder in Eller haben ein Fenster, aber ein kleines. Ein Lüfter mit Nachlauf und Feuchtesensor holt den Dampf heraus, bevor er sich an den Fugen niederschlägt. Das Düsseldorfer Wasser liegt laut Stadtwerken bei etwa 14 °dH und damit im Bereich „hart". Eine beschichtete Glaswand und eine Rinne statt vieler kleiner Fugen machen das Putzen spürbar leichter.
Die Wanne in der Nische wird zur Dusche
Das ist in Eller die Aufgabe, zu der wir am häufigsten gerufen werden. Die Nische hat eine Rückwand und zwei Seitenwangen, meist gemauert und bis zur Decke gefliest. Die Wanne darin misst in der Regel 170 × 75 cm. Aus diesem Rahmen lässt sich eine Dusche machen, die mehr Platz bietet als die Wanne je hatte, weil niemand mehr über den Rand steigen muss.
Die Nische als fertiger Duschplatz
Wir entfernen Wanne, Schürze und die Fliesen in der Nische. Die Seitenwangen bleiben stehen, wenn sie fest sind, denn sie ersetzen eine Glaswand zur Seite. Vorn reicht dann eine feste Scheibe oder eine Tür. Der übrig bleibende Teil der Nischenlänge wird oft zu einer Ablage in Wandhöhe oder zu einem schmalen Regal.
Der Ablauf in der Massivdecke
Unter der alten Wanne liegt der Abfluss meist direkt in der Ecke, knapp über der Decke. Für eine flache Dusche braucht der neue Ablauf Einbauhöhe. Ein flacher Punktablauf kommt mit 65 bis 90 mm aus, der gesamte Aufbau mit 95 bis 120 mm. Ist der Estrich dünner, wird der Duschplatz leicht angehoben, oder der Ablauf wandert in die Vorwand. Ein Wandablauf braucht dort rund 70 mm Tiefe.
Erst die Probe, dann der Abbruch
Fliesenkleber und Spachtelmassen aus der Zeit vor dem 31.10.1993 können Asbest enthalten. Wer den Umbau beauftragt, muss uns vorher das Baujahr und alles Bekannte zu Schadstoffen mitteilen, das gilt auch für Privathaushalte (§ 5a GefStoffV). Bei den Baujahren in Eller raten wir zu einer Materialprobe vor dem ersten Stemmen. Ist sie unauffällig, beginnt der Abbruch wie geplant. Ist sie belastet, wird die Schicht vorher fachgerecht entfernt.
Abdichtung bis in die Ecken
Eine Nische hat viele Innenecken und Anschlüsse. Genau dort setzt die Abdichtung nach DIN 18534 an: Dichtband in jede Ecke, Manschetten an Ablauf und Armatur, die Fläche durchgehend beschichtet. Die Klasse für Boden und Wände legen wir bei der Planung fest. Erst wenn die Schicht durchgetrocknet ist, kommen die Fliesen darauf.
Worum man uns in Eller am häufigsten bittet
An erster Stelle steht der Tausch von Wanne zu Dusche in der Mietwohnung oder der Eigentumswohnung eines Nachkriegshauses. Knapp dahinter kommt das Komplettbad mit neuen Leitungen, wenn die verzinkten Rohre ohnehin am Ende sind. Im Gurkenland und in den Reihenhäusern am Rand geht es häufiger um zwei Räume, das Bad oben und das kleine WC unten. Einzelne Aufträge betreffen nur das WC auf einer Vorwand oder einen neuen Heizkörper, meist als Teil eines größeren Plans.
Was ein Bad in Eller kostet
Die Werte sind Erfahrungswerte für Düsseldorf, brutto und Stand September 2026. Für die Bäder in Eller haben wir die Zeilen gewählt, die hier am häufigsten gebraucht werden.
| Vorhaben | Erfahrungswert | Bauzeit |
|---|---|---|
| Wanne raus, Dusche in die Nische, Wand im Duschbereich neu | 5.000–9.500 € | 3–5 Arbeitstage |
| Komplettbad 4 m², solide Ausstattung, Baujahr 1949–1978 | 13.400–19.700 € | 10–15 Arbeitstage |
| Komplettbad 6 m², solide Ausstattung, Baujahr 1949–1978 | 15.600–23.300 € | 10–15 Arbeitstage |
| Badrenovierung 6 m², Leitungen bleiben | 11.900–18.000 € | 6–10 Arbeitstage |
| WC wandhängend mit neuem Vorwandelement | 1.400–2.800 € | 1–2 Arbeitstage |
Den Rechenweg hinter diesen Spannen und die Werte für andere Größen zeigt unser Kostenrechner für das Bad. Aus der Spanne wird nach dem Aufmaß ein fester Betrag, aufgeteilt nach Gewerken.
Staub, Stufen und Stellplatz
In den Häusern an der Deutzer Straße gibt es selten einen Aufzug. Alles, was aus dem Bad kommt, geht über die Treppe nach unten, und alles Neue geht denselben Weg hinauf. Deshalb kleben wir Treppenhaus und Flur ab, bevor der erste Hammer fällt, und hängen eine Staubschutzwand vor die Badtür. Die Hausverwaltung und die Nachbarn erfahren vorher, an welchem Tag das Wasser am Strang für ein paar Stunden abgestellt wird.
Parkplätze sind in Eller eher zu finden als in der Innenstadt, knapp wird es trotzdem vor Mehrfamilienhäusern. Ein Halteverbot für die Anlieferung kostet in Düsseldorf 35 € bei 14 Tagen Vorlauf. Steht ein Container auf der Straße, braucht er eine Sondernutzungserlaubnis mit einer Mindestgebühr von 95 €. Beide Anträge stellen wir.
So läuft die Sanierung Tag für Tag
Nach Ihrem Anruf kommen wir zu einem Termin, der etwa eine Stunde dauert. Dabei messen wir Raum und Nische, schauen auf Leitungen, Fallrohr, Boden und Lüftung und besprechen, was Sie sich wünschen. Danach wählen Sie Fliesen, Objekte und Armaturen aus, und wir schicken einen Festpreis mit Aufstellung nach Gewerken. Zwischen Auftrag und Baubeginn liegen meist 4 bis 8 Wochen.
Beim Tausch von Wanne zu Dusche sieht der Plan so aus: am ersten Tag Schutz und Abbruch, am zweiten Ablauf und Leitungen, am dritten Abdichtung, danach Fliesen und Montage. Ein Komplettbad braucht in der Regel 10 bis 15 Arbeitstage, weil zusätzlich Vorwand, Estrich und der Elektrofachbetrieb dazukommen, mit dem wir fest zusammenarbeiten. Am Ende gehen wir gemeinsam durch das Bad und halten die Abnahme in einem Protokoll fest.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Wir bauen Bäder nach Plan, in festen Blöcken von mehreren Tagen. Tropft am Samstag ein Rohr oder ist der Abfluss verstopft, hilft ein Installateur mit Notdienst schneller. Wird in einer Materialprobe Asbest gefunden, übernimmt ein Fachbetrieb nach TRGS 519 den Ausbau der belasteten Schicht samt Freimessung. Und wenn die Hausverwaltung alle Steigleitungen eines Hauses erneuern lässt, ist das eine Strangsanierung mit eigenem Auftrag.
Wo wir rund um Eller bauen
Gebaut wird im alten Kern um den Gertrudisplatz und Alt-Eller, rund um Schloss Eller, an der Deutzer Straße, in Eller-Süd und in der Siedlung am Dillenburger Weg. Nach Westen schließen Oberbilk und das südlich gelegene Wersten an. Über Vennhausen erreichen unsere Installateure Gerresheim in wenigen Minuten. Im Süden liegt Benrath mit seinen Jugendstilhäusern.
Hinter Unterbach beginnt der Kreis Mettmann. Dort bauen wir in Hilden ebenso wie in Erkrath, mit denselben Leuten und demselben Ablauf wie in Eller.
Wo Sie tiefer einsteigen können
- Wanne gegen Dusche tauschen: wie der Tausch in drei bis fünf Tagen abläuft.
- Flache Dusche und ihre Maße: Einbauhöhen von Punktablauf, Rinne und Wandablauf im Vergleich.
- Schadstoffe im alten Kleber: was Sie vor dem Abbruch wissen und weitergeben sollten.
- Sanitärinstallation: verzinkte Rohre, Absperrung am Strang und neue Leitungen.
- Kleine Bäder planen: Grundrisse für drei bis fünf Quadratmeter.
Ihr Bad in Eller, der nächste Schritt
Erzählen Sie uns kurz, wie Ihr Bad heute aussieht und was sich ändern soll. Sie erreichen uns unter 0231 989 43890, Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Lieber schriftlich? Dann nutzen Sie das Formular unten auf der Seite, wir melden uns mit einem Terminvorschlag für das Aufmaß.
