Morgens auf warmen Fliesen stehen
Der Wecker klingelt im Februar, das Bad ist noch kalt, und die Fliesen fühlen sich an wie Stein aus dem Keller. Genau hier setzt eine Fußbodenheizung im Bad an. Sie wärmt den Boden gleichmäßig, trocknet nasse Stellen vor der Dusche schneller ab und macht die Badematte überflüssig. Viele Düsseldorfer wünschen sie sich, sobald das Bad ohnehin neu gefliest wird.
Den besten Zeitpunkt für den Einbau gibt es tatsächlich: wenn der Boden sowieso offen ist. Bei einer Komplettsanierung oder einer Badrenovierung liegt der Aufwand für die Heizung dann bei einem Bruchteil dessen, was ein späterer Einbau kosten würde. Aber auch ohne großen Umbau lässt sich eine elektrische Matte auf einen festen Altbelag legen.
Zwei Systeme für zwei Ausgangslagen
Grundsätzlich gibt es zwei Wege, einen Badboden warm zu bekommen. Die elektrische Heizmatte liegt als dünnes Netz im Fliesenkleber. Die wassergeführte Heizung besteht aus Rohren, durch die Wasser aus der Heizungsanlage fließt, und liegt im oder unter dem Estrich.
| Elektrische Heizmatte | Wassergeführte Fußbodenheizung | |
|---|---|---|
| Wo sie liegt | im Fliesenkleber | im Estrich oder in einem Trockensystem |
| Aufbauhöhe | wenige Millimeter | deutlich mehr, je nach System |
| Anschluss | eigener Stromkreis, Thermostat mit Bodenfühler | Heizkreis im Haus, meist mit Rücklaufbegrenzung |
| Passt, wenn | der Boden flach bleiben soll oder die Heizung weit weg liegt | der Boden ohnehin neu aufgebaut wird |
| Erfahrungswert | 900–2.000 € für rund 5 m² | 2.000–4.500 € im Bestand |
Die elektrische Matte spielt ihre Stärke dort aus, wo jeder Millimeter zählt. Sie reagiert schnell, lässt sich per Zeitprogramm genau dann einschalten, wenn das Bad genutzt wird, und braucht kein Heizungsrohr in der Nähe.
Die wassergeführte Heizung passt, wenn der Estrich ohnehin neu kommt und die Heizung im Haus nicht weit entfernt ist. Sie nutzt die Wärme der vorhandenen Anlage und wärmt den Raum über viele Stunden gleichmäßig.
Wie die elektrische Heizmatte eingebaut wird
Zuerst prüfen wir den Untergrund. Er muss eben, fest und trocken sein, ob neuer Estrich oder alte Fliesen. Dann legt der Elektrofachbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten, einen eigenen Stromkreis mit Fehlerstromschutz und setzt die Dose für das Thermostat.
Die Matte wird auf der freien Bodenfläche ausgerollt, nicht unter Wanne, Duschtasse oder WC. Der Bodenfühler kommt in ein Leerrohr zwischen zwei Heizleitern, damit er später getauscht werden kann. Vor dem Einbetten messen wir den Widerstand der Matte und notieren den Wert.
Dann folgen Kleber, Abdichtung nach DIN 18534 und Fliesen. Nach dem Fliesen messen wir erneut, damit sicher ist, dass beim Verlegen nichts beschädigt wurde. Der Elektrofachbetrieb schließt das Thermostat an und nimmt die Anlage in Betrieb.
Wie die wassergeführte Heizung in den Boden kommt
Beim Komplettbad kommt der alte Estrich meist ohnehin heraus. Auf die Rohdecke legen unsere Installateure Dämmung und Heizrohre, dann folgt der neue Estrich. Der Heizkreis wird an die Leitung des nächsten Heizkörpers oder an den Verteiler angeschlossen.
Soll nur das Bad eine Fußbodenheizung bekommen, während im Rest der Wohnung Heizkörper hängen, setzen wir meist ein Ventil zur Rücklaufbegrenzung. Es regelt, dass nur so viel warmes Wasser durch den Boden fließt, wie er braucht. Das ist eine kleine Einheit in der Wand, die mit einer Abdeckung verschlossen wird.
Der Estrich braucht Zeit zum Trocknen, bevor gefliest werden darf. Je nach Dicke und Belüftung sind das mehrere Tage. Wenn es eilt, planen wir einen Schnellestrich, damit der Zeitplan des Bads hält.
Aufbauhöhe in Düsseldorfer Bädern
Im Altbau in Oberkassel, Unterbilk oder Düsseltal liegt das Bad oft auf einer Holzbalkendecke. Die Aufbauhöhe bis zur Türschwelle ist knapp, und ein schwerer Zementestrich belastet die Decke. Hier wählen wir für eine wassergeführte Heizung ein flaches Trockensystem oder setzen gleich auf die elektrische Matte.
In den Häusern der 1950er in Bilk und Oberbilk liegt meist ein Estrich auf Betondecke. Wird der Boden dort geöffnet, zum Beispiel für eine bodengleiche Dusche, lässt sich die wassergeführte Heizung gut einbauen. Die Höhe ist dann ohnehin gesetzt, weil Ablauf und Gefälle ihren Platz brauchen.
In den Großsiedlungen der 1960er und 1970er, etwa in Garath oder Hassels, sind die Bäder oft innenliegend und die Heizungsstränge laufen durch alle Geschosse. Eine elektrische Matte ist dort meist die einfachere Lösung, weil sie keinen Eingriff in den Strang braucht. Im Reihenhaus in Hilden oder Haan dagegen liegt die Heizung im Keller, und der Anschluss eines wassergeführten Kreises ist im Obergeschoss oft unkompliziert.
Was es kostet
Alle Beträge in dieser Tabelle gelten brutto, beruhen auf unseren Aufträgen in Düsseldorf und Umgebung und haben den Stand September 2026. Verbindlich ist der Festpreis nach dem kostenlosen Aufmaß.
| Vorhaben | Erfahrungswert | Wann |
|---|---|---|
| Elektrische Fußbodenheizung, rund 5 m² | 900–2.000 € | im Zuge der Fliesenarbeiten |
| Wassergeführte Fußbodenheizung im Bad, Bestand | 2.000–4.500 € | im Zuge der Sanierung |
| Badheizkörper tauschen (Warmwasser), als Ergänzung | 700–1.600 € | 1 Arbeitstag |
Bei der elektrischen Matte hängt der Preis an Fläche, Thermostat und Länge des Stromwegs zum Verteiler. Bei der wassergeführten Heizung entscheidet, ob der Estrich heraus muss und wie weit die Heizung entfernt liegt. Wie die Heizung in den Gesamtpreis eines Bads eingeht, zeigt der Kostenrechner.
Wie viel Wärme ein Badboden liefert
Nicht der ganze Boden kann heizen. Unter Wanne, Duschtasse, Vorwand und Unterschrank liegt keine Heizung, und in einem kleinen Bad bleibt davon oft nur die Hälfte übrig. Diese Fläche reicht für warme Füße und trockene Fliesen, in vielen Bädern aber nicht für die ganze Raumwärme.
Deshalb kombinieren wir die Fußbodenheizung meist mit einem Badheizkörper. Der Boden sorgt für angenehme Wärme von unten, der Heizkörper für schnelle Wärme und trockene Handtücher. In größeren Bädern mit viel freier Fläche kann der Boden mehr übernehmen, das rechnen wir beim Aufmaß durch.
Thermostat, Zeitprogramm und Bodentemperatur
Die Regelung entscheidet darüber, wie angenehm die Fußbodenheizung im Alltag ist. Bei der elektrischen Matte sitzt das Thermostat neben der Badtür, außerhalb der Schutzbereiche von Dusche und Wanne. Ein Bodenfühler misst die Temperatur der Fliesen, und das Zeitprogramm schaltet die Heizung vor dem Aufstehen ein.
Viele stellen die Heizung so ein, dass der Boden eine halbe Stunde vor dem Wecker warm ist und nach dem Frühstück wieder abkühlt. Am Abend läuft sie dann noch einmal für die Zeit, in der geduscht oder gebadet wird. So heizt die Matte nur, wenn jemand im Raum steht.
Die wassergeführte Heizung reagiert träger, weil der Estrich die Wärme speichert. Sie läuft deshalb meist gleichmäßig durch und wird über das Ventil in der Wand oder einen Raumregler auf eine feste Temperatur gestellt. Für ein Bad, das mehrmals am Tag genutzt wird, ist diese ruhige Grundwärme ein Vorteil.
Mietwohnung und Altbestand
In der Mietwohnung braucht jede Fußbodenheizung die Zustimmung des Vermieters, weil Boden und Stromkreis zur Mietsache gehören. Plant der Vermieter selbst eine Modernisierung, kündigt er sie nach § 555c BGB drei Monate vorher in Textform an. Wir stimmen uns in beiden Fällen mit dem Eigentümer ab, bevor der Boden geöffnet wird.
Liegt unter den alten Fliesen ein Kleber aus der Zeit vor 1993, gehört das Baujahr des Hauses zu den Angaben, die Sie uns vorab mitteilen. So sieht es § 5a GefStoffV auch für Privathaushalte vor. Beim Aufmaß sprechen wir darüber, bevor ein Stück Boden herauskommt.
Worauf wir achten, bevor es teuer wird
Der Bodenfühler kommt immer in ein Leerrohr. Fällt er nach Jahren aus, lässt er sich dann tauschen, ohne eine Fliese anzufassen.
Die Heizfläche wird so geplant, dass keine Bohrung sie später trifft. Wo WC, Waschtisch oder Duschwand verschraubt werden, bleibt der Boden frei. Das halten wir in einer Skizze fest, die Sie mit den Unterlagen bekommen.
In der Eigentumswohnung klären wir vorab, ob der Estrich zum Gemeinschaftseigentum gehört. Dann braucht der Austausch einen Beschluss nach § 20 WEG, und die Hausverwaltung muss früh Bescheid wissen. Mehr dazu steht unter Badsanierung in der Eigentumswohnung.
Und wir planen die Übergänge. Ein neuer Aufbau darf nicht zu einer Schwelle an der Badtür führen, über die man nachts stolpert.
Alles in einem Vertrag
Die Heizrohre legen unsere Installateure, den Strom für Matte und Thermostat der Elektrofachbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten. Estrich, Abdichtung und Fliesen kommen aus einer Hand dazu. Für Sie bleibt es ein Vertrag, ein Terminplan und ein Ansprechpartner, der weiß, wann welches Gewerk im Bad steht.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Wer die ganze Wohnung oder das ganze Haus auf Fußbodenheizung umstellen möchte, plant das mit einem Betrieb, der ganze Heizanlagen auslegt. Wir konzentrieren uns auf das Bad und gegebenenfalls das Gäste-WC.
Ist nach Jahren nur der Thermostat defekt, ist das ein Kleinauftrag für einen Elektriker in der Nähe.
Und tritt Wasser aus einer alten Fußbodenheizung aus, gehört das zu einem Betrieb für Leckortung und Trocknung, der auch mit der Versicherung abrechnet.
Wo wir Fußbodenheizungen nachrüsten
Unsere Installateure fahren durch ganz Düsseldorf und in die Nachbarstädte. In den Altbauten von Oberkassel und Düsseltal ist die flache Lösung gefragt. In Oberbilk und Garath bauen wir oft im Zuge einer kompletten Sanierung. Im Umland sind wir häufig in den Reihenhäusern von Hilden und Kaarst.
Wo Sie tiefer einsteigen können
- Abdichtung im Bad: wie die Abdichtung über der Heizung aufgebaut ist und geprüft wird.
- Badfliesen: welche Formate sich auf einem beheizten Boden gut verlegen lassen.
- Badsanierung im Altbau: Holzbalkendecke, Aufbauhöhe und Leitungen im Haus vor 1918.
- Dauer einer Badsanierung: wie Estrichtrocknung und Fliesenarbeiten in den Zeitplan passen.
Ihr Boden, Ihre Lösung
Beim kostenlosen Aufmaß messen wir die Aufbauhöhe, schauen nach Heizung und Stromverteiler und sagen Ihnen, welches System in Ihr Bad passt. Danach bekommen Sie einen Festpreis. Wir sind erreichbar unter 0231 989 43890, Mo–Fr 8–18 Uhr, oder über das Anfrageformular.
