Bevor irgendwo ein Stemmeisen ansetzt
Sie stehen im Bad, die Wanne quer unter dem Fenster, das Waschbecken eine Handbreit zu nah an der Tür, und Sie ahnen, dass es anders besser ginge. Genau an dieser Stelle setzt die Badplanung an. Sie klärt, was in diesem Raum möglich ist, bevor jemand etwas herausreißt. Und sie endet mit einem Preis, der nach dem Aufmaß feststeht und sich nicht mehr bewegt.
Viele unserer Kunden kommen mit einem Bild im Kopf oder einem Foto aus einer Zeitschrift. Andere wissen nur, dass das alte Bad nicht mehr passt, weil die Knie nachlassen oder das zweite Kind in die Schule kommt. Beides ist ein guter Anfang. Unsere Aufgabe ist, aus dem Wunsch einen Plan zu machen, der zu den Leitungen, zur Decke und zum Geldbeutel passt.
Die Planung ist bei uns kein eigenes Produkt, das neben dem Bau steht. Wer plant, baut auch, und wer baut, hat vorher gemessen. Dadurch gibt es keine Lücke zwischen Zeichnung und Baustelle, in der teure Überraschungen entstehen.
Eine Stunde mit Zollstock, Lampe und Wasserwaage
Der Termin vor Ort dauert erfahrungsgemäß rund eine Stunde. Wir messen Länge, Breite und Raumhöhe, die lichte Türbreite und die Lage des Fensters. Dann suchen wir das Fallrohr, denn es bestimmt, wohin das WC wandern kann. Wir schauen in den Revisionsschacht, drehen an der Absperrung und klopfen die Wand ab, hinter der die Leitungen liegen.
Der Boden bekommt besondere Aufmerksamkeit. Wie hoch ist der Aufbau über der Rohdecke, und wie viel Luft bleibt bis zur Türschwelle? Diese Zentimeter entscheiden später, ob eine bodengleiche Dusche mit Punktablauf passt oder ob eine flache Rinne die bessere Wahl ist. Ohne diese Zahl wäre jeder Duschentwurf reine Vermutung.
Zum Schluss fragen wir nach dem Alltag. Wer benutzt das Bad morgens gleichzeitig, wer braucht einen Hocker in der Dusche, wo sollen Handtücher trocknen? Diese Antworten landen genauso in der Planung wie die Maße. Ein Bad, das auf dem Papier schön aussieht, aber morgens um sieben im Weg steht, hat niemandem geholfen.
Was der Grundriss hergibt und was er festlegt
Drei Dinge lassen sich in einem Bestandsbad schwer verschieben: das Fallrohr, das Fenster und die Tür. Alles andere ist verhandelbar. Aus diesen festen Punkten entwickeln wir zwei oder drei Varianten und legen sie nebeneinander.
Das WC folgt dem Abwasser
Das WC hat den dicksten Abfluss im Bad und hängt deshalb am engsten am Fallrohr. Das Abwasserrohr braucht in der Regel 1 bis 2 cm Gefälle je Meter. Drei Meter bis zum Fallrohr heißen also bis zu 6 cm zusätzliche Höhe im Boden oder in der Vorwand. Ob diese Höhe da ist, zeigt das Aufmaß.
Der Waschtisch ist beweglich
Der Waschtisch braucht nur Kalt- und Warmwasser und einen dünnen Abfluss. Er lässt sich deshalb fast an jede Wand setzen, auch unter eine Dachschräge oder neben das Fenster. Oft ist er das Objekt, das in der Planung den meisten Platz freischaufelt, wenn er die Wand wechselt.
Die Dusche hängt an der Aufbauhöhe
Bei der Dusche entscheidet der Boden. Ein Punktablauf in Standardbauweise braucht meist 120 bis 150 mm Aufbauhöhe von der Rohdecke bis zur Oberkante Fliese. Ein flacher Punktablauf kommt mit 95 bis 120 mm aus. Wo selbst das fehlt, planen wir einen Wandablauf in der Vorwand, der mit rund 70 bis 100 mm Aufbauhöhe auskommt.
Bewegungsfläche als Maßstab
Als Richtwert für Abstände nutzen wir die Maße, die nach Fachliteratur in DIN 18040-2 stehen. Vor WC, Waschtisch und Dusche sind das 120 × 120 cm Bewegungsfläche, rollstuhlgerecht 150 × 150 cm. Für ein privates Bad ist die Norm keine Pflicht. Als Planungsmaß zeigt sie aber zuverlässig, ob ein Bad später eng oder großzügig wirkt.
Düsseldorfer Bäder, wie wir sie beim ersten Termin antreffen
Im Nachkriegshaus in Bilk oder Oberbilk misst das Bad oft nur drei bis fünf Quadratmeter. Die Wanne steht quer an der Stirnseite, die Fliesen reichen bis Türhöhe, und die Leitungen liegen im Schlitz oder offen auf der Wand. Hier dreht sich die Planung um Zentimeter: Passt eine Dusche mit 90 cm Breite neben das WC, wenn der Waschtisch schmaler wird?
In den Altbauten in Oberkassel, Pempelfort oder Düsseltal liegt das Bad über einer Holzbalkendecke. Die Räume sind hoch, doch der Boden gibt wenig Aufbauhöhe her. Das Abwasser läuft oft weit bis zum Fallrohr im Treppenhausbereich. In solchen Bädern planen wir Duschabläufe und Vorwände besonders genau, weil jeder Zentimeter Gefälle zählt.
In den Großsiedlungen der Sechziger- und Siebzigerjahre, etwa in Garath oder Teilen von Hassels, liegt das Bad häufig innen. Betondecke, Vorwand statt Schlitz und ein gemeinsamer Abluftschacht prägen die Planung. Dafür lassen sich Grundrisse hier oft freier verändern, weil die Decke mehr verträgt.
Im Reihenhaus in Meerbusch, Kaarst oder Ratingen sitzt das Hauptbad meist im Obergeschoss, das Gäste-WC im Erdgeschoss. Häufig kommt dort der Wunsch nach einem zweiten Bad unter dem Dach dazu. Dann planen wir Leitungswege durch das Haus und prüfen, wo ein neuer Abwasseranschluss möglich ist.
Von der Skizze zum Festpreis
Nach dem Aufmaß zeichnen wir den Grundriss und besprechen mit Ihnen die Varianten. Danach geht es an die Auswahl: Fliesen im Format und in der Farbe, WC, Waschtisch, Wanne oder Duschfläche, Armaturen und Heizkörper. Wir bringen eine Vorauswahl mit, die zum Bad und zum Budget passt, damit die Entscheidung nicht in einem Katalog von tausend Seiten endet.
Beim Düsseldorfer Leitungswasser denken wir an den Kalk. Die Stadtwerke Düsseldorf geben rund 14 °dH an, das liegt im Härtebereich „hart". Deshalb planen wir gern Glaswände mit Beschichtung, Armaturen mit leicht zu reinigenden Oberflächen und eine Duschrinne statt vieler Fugen. Das spart später Zeit mit Schwamm und Essig.
Am Ende steht das Festpreisangebot, aufgestellt nach Gewerken. Sie sehen darin, was Rohinstallation, Abdichtung, Fliesen, Elektro und Endmontage kosten. Die Elektroarbeiten übernimmt der Elektrofachbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten, im selben Vertrag. Sie haben für das ganze Bad einen Ansprechpartner und einen Terminplan.
Was ein geplantes Bad in Düsseldorf kostet
Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte für Düsseldorf und Umgebung, brutto, Stand September 2026. Sie gelten für solide Markenware und ein Haus der Baujahre 1949 bis 1978. Gerechnet wird mit der Fläche des Fußbodens, nicht mit der Wandfläche.
| Bodenfläche | Badrenovierung, Leitungen bleiben | Komplettbad mit neuen Leitungen |
|---|---|---|
| 4 m² | 10.100–15.000 € | 13.400–19.700 € |
| 6 m² | 11.900–18.000 € | 15.600–23.300 € |
| 8 m² | 13.700–21.000 € | 17.800–26.900 € |
Je Quadratmeter gerechnet ist ein kleines Bad teurer als ein großes, weil WC, Waschtisch und Installation fast gleich viel kosten. Gehobene Ausstattung mit Großformat und Unterputztechnik oder ein Altbau vor 1949 heben den Preis. Ein Komplettbad mit 8 m² in gehobener Ausstattung im Altbau liegt erfahrungsgemäß bei 19.900 bis 30.400 €. Für Ihr eigenes Bad können Sie die Werte im Kostenrechner für die Badsanierung durchspielen.
Der Zeitplan nach der Unterschrift
Nach dem Auftrag vergehen meist 4 bis 8 Wochen, bis alles bestellt und geliefert ist. In dieser Zeit legen wir den Termin fest und sprechen mit der Hausverwaltung, wenn das Wasser am Strang abgestellt werden muss. Dann beginnt die eigentliche Baustelle.
| Vorhaben | Bauzeit in der Regel |
|---|---|
| Badrenovierung, Leitungen bleiben | 6–10 Arbeitstage |
| Komplettbad | 10–15 Arbeitstage |
| Komplettbad mit neuem Grundriss | 15–20 Arbeitstage |
| Gäste-WC | 5–8 Arbeitstage |
Die ersten Tage gehören dem Schutz von Treppenhaus und Wohnung, dem Abbruch und der Rohinstallation. Danach folgen Estrich und Abdichtung nach DIN 18534, dann Fliesen und Elektro. Zum Schluss montieren wir die Objekte, ziehen die Silikonfugen und gehen mit Ihnen gemeinsam durch das fertige Bad.
Stellen, an denen eine Planung Geld spart
Die Türöffnung wird oft vergessen. Schlägt die Tür nach innen, frisst sie Fläche, die der Waschtisch bräuchte. Eine nach außen öffnende Tür oder eine Schiebetür vor der Wand kann einem kleinen Bad spürbar Luft geben.
Der Heizkörper steht häufig dort, wo später die Dusche hinsoll. Wir planen ihn gleich mit, als Handtuchheizkörper an einer freien Wand oder ergänzt durch eine Fußbodenheizung. Das Versetzen während der Bauphase ist deutlich teurer als ein Strich auf dem Plan.
Steckdosen, Spiegelleuchte und Lüfter gehören in die Planung, nicht in den letzten Bautag. Der Elektrofachbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten, legt die Leitungen, solange die Wände offen sind. So sitzt die Steckdose für Föhn und Zahnbürste dort, wo Sie sie brauchen.
In älteren Häusern fragen wir früh nach dem Baujahr. Seit dem 31.10.1993 ist Asbest verboten, in älteren Fliesenklebern, Putzen oder Spachtelmassen kann er stecken. Nach § 5a GefStoffV müssen Sie uns vorab mitteilen, was Sie über Schadstoffe wissen, und das Baujahr nennen.
Was Recht und Hausordnung zur Planung sagen
Eine Badsanierung innerhalb der Wohnung ist in der Regel verfahrensfrei. Für Leitungen und Abfluss im Haus regelt das § 62 BauO NRW. Anders liegt es, wenn eine tragende Wand betroffen ist, der Brandschutz berührt wird oder das Haus ein Baudenkmal ist. Dann braucht es nach § 9 DSchG NRW die Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde, und wir klären das vor dem Angebot.
In der Eigentumswohnung können Estrich, Isolierungen und Steigleitungen Gemeinschaftseigentum sein. Greift die Planung dort ein, braucht es nach § 20 WEG einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Wir liefern Ihnen dafür eine verständliche Beschreibung. In der Mietwohnung entscheidet der Vermieter, ob umgebaut werden darf.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Wer nur neue Badmöbel oder eine Küche ohne Bauleistung sucht, ist beim Möbelhändler richtig aufgehoben. Unsere Planung zielt immer auf ein Bad, das wir anschließend auch bauen.
Soll ein ganzes Mehrfamilienhaus neue Steigleitungen bekommen, beauftragt die Hausverwaltung eine Strangsanierung als eigenes Vorhaben. Wir planen das Bad in einer Wohnung und schließen an den vorhandenen Strang an.
Steht fest, dass asbesthaltiges Material entfernt werden muss, übernimmt ein Fachbetrieb nach TRGS 519 diesen Schritt mit Freimessung. Danach geht unsere Planung nahtlos weiter.
Wo wir Bäder planen und bauen
Unsere Installateure fahren zu Aufmaßterminen im ganzen Stadtgebiet und in die Nachbarstädte. Häufig sind wir in den Altbauten von Oberkassel und Pempelfort unterwegs. Im Süden planen wir viele Bäder in Garath und Benrath. Die schmalen Nachkriegsbäder in Bilk kennen wir gut. Jenseits der Stadtgrenze planen wir viele Reihenhausbäder in Meerbusch und Ratingen.
Wo Sie tiefer einsteigen können
- Kleines Bad: Grundrisse zwischen drei und fünf Quadratmetern und was sich darin unterbringen lässt.
- Bad-Mindestmaße: Abstände und Bewegungsflächen, die Sie vor dem Termin selbst nachmessen können.
- Badumbau: wenn WC oder Dusche an eine andere Wand wandern sollen.
- Ablauf der Badsanierung: welche Entscheidung wann fällig ist, mit Checkliste.
- Kostenrechner: Richtwerte für Ihre Fläche und Ausstattung vorab.
Zollstock-Termin vereinbaren
Rufen Sie uns an unter 0231 989 43890, erreichbar Mo–Fr 8–18 Uhr. Wir vereinbaren einen Termin, an dem wir eine Stunde in Ihrem Bad messen und zuhören. Wer lieber schreibt, nutzt das Formular unten auf der Seite und nennt uns kurz Größe und Baujahr.
